Aktienhandel und Aktienkauf für Anfänger – Tipps, Risiko & Gebühren

Der Handel mit Aktien ist eine Form der Geldanlage, die gewisse Vorkenntnisse und Erfahrungen voraussetzt, um erfolgreich zu investieren. Hier findet man alle Informationen, Tipps und Wissenswertes für Anfänger.

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Aktienhandel lernen

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Aktien sind die Stars an der Börse und wohl die Art von Wertpapier, an die der Bürger als erstes denkt, wenn es um Börse geht. Wenn man Aktien eines Unternehmens kauft, dann erwirbt man Anteile an jenem Unternehmen, das bedeutet, man ist Miteigentümer der Firma und zwar zu so viel Prozent, wie man Aktien gekauft hat im Verhältnis zu der Gesamtzahl, die existiert. Bei einem Kauf von 20 Aktien wären das, wenn insgesamt 150 000 Aktien dieses Unternehmens existieren, 0,013%.

Daneben symbolisiert jede Aktie eine Stimme, welche man auf der jährlichen Hauptversammlung zur Geltung bringen kann bei diversen Abstimmungen. Erklärt sich das Unternehmen des Weiteren dazu bereit, einen Teil seiner Gewinne auszuschütten, so erhält man als Miteigentümer eine sogenannte Dividende.

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Wie funktioniert der Handel mit Aktien?

Um Aktien zu kaufen bzw. zu verkaufen, ist die Börse notwendig. Die Börse ist sich vorzustellen wie ein sehr großer Markt, auf welchem unterschiedlichste Sachen gehandelt werden. Wie es bei einem Markt üblich ist, bestimmen Nachfrage und Angebot den Preis.

Möchte ich als Anleger eine Aktie kaufen, so muss ein Marktteilnehmer gefunden werden, der gleichzeitig dazu bereit ist, jene Aktie zu dem Preis zu verkaufen, zu dem ich höchstens bereit bin, zu kaufen. Findet sich so jemand, wird das Geschäft abgewickelt. Früher haben Börsenmakler die Aufgabe übernommen, aus all den Kauf- und Verkaufsaufträgen den Preis zu ermitteln, zu dem die meisten Geschäfte abgewickelt werden können. Heute übernehmen das Hochleistungscomputer.

Was ist beim Kaufen von Aktien zu beachten?

Es gibt einige Grundregeln bzw. Ratschläge, die vor allem Anfängern in Verbindung mit dem Handel von Aktien nahegelegt werden. Darunter fallen etwa:

  • Niemals Aktien mit Geld kaufen, welches bereits in kurzer Zeit benötigt werden könnte. Aktien auf Kredit ist das gravierendste No-Go überhaupt.
  • Finger weg von Pennystocks: Das sind Aktien, deren Preis unter einem Euro liegt und somit verlockend billig sind. Nicht selten verbergen sich dahinter Schrottunternehmen oder Betrügereien.
  • Verluste aussitzen: Ein typischer psychologischer Fehler von Anlegern ist, Verluste auszusitzen. Ganz gleich, wie es um die wirtschaftliche Lage des Unternehmens und deren Umfeld bestellt ist, der Anleger hält an seinen Aktien fest und ist entschlossen, sie erst wieder zu verkaufen, wenn sie den ursprünglichen Kaufkurs wenigstens erreicht haben. Der Mensch gesteht sich nicht gerne solche Verluste ein, doch manchmal ist es besser, sich einen Anlegerfehler zuzugestehen und zu verkaufen, als die Realität frustvoll auszublenden und zu warten. In dieser Zeit hätte man mit dem noch übrigen Geld in bessere Aktien bereits investieren können.
  • Gewinne zu früh mitnehmen: Den gegenteiligen Effekt gibt es genauso. Viele freuen sich darüber, wenn ihre Aktie einige Prozent im Plus liegt und verkaufen sogleich, um ihren Gewinn einzustreichen. Bevor man sich jedoch zum Verkauf entscheidet, sollte man sich fragen, warum man verkaufen will. Denn, wenn das Unternehmen glänzende Aussichten aufweist, warum dann verkaufen?
  • Börse ist Psychologie: Als Anleger muss man sich darüber im Klaren sein, dass der Markt und die Kurse (noch) vom Menschen bestimmt werden und damit sehr stark von Emotionen. Viele Kursveränderungen geschehen nicht aufgrund von harten Fakten oder begründeten Meinungen, sondern wegen Hoffnungen, Erwartungen und Ängsten. Eben deshalb ist die Börse manchmal ein Mysterium.

Vorteile des Aktienkauf

Aktien weisen eine hohe Liquidität auf. Das heißt, als Anleger komme ich jederzeit an mein Geld heran, indem ich sie verkaufe. Es muss lediglich ein potentieller Käufer gefunden werden.

Aktien bedeuten mögliche Kursgewinne. Und diese können sehr hoch ausfallen. Dazu ein extremes Beispiel aus meiner eigenen Anlegervergangenheit. Bis heute ärgere ich mich darüber, nicht eingestiegen zu sein. Damals hatte ich noch ein Musterdepot und mit virtuellem Geld den Aktienhandel ausprobiert – wozu ich im Übrigen auch den Leser rate. Mitte 2013 stand die Facebook-Aktie bei etwa 18 Euro. Am heutigen Tag, dreieinhalb Jahre später, beträgt der Preis 122 Euro pro Aktie. Doch hinterhertrauern hat noch keinem Anleger geholfen.

Wenn das Unternehmen Dividenden ausschüttet, kann man sich über einen kleinen, regelmäßigen Nebenverdienst freuen, je nach Anzahl der gekauften Aktien und abhängig von der Höhe der Dividende pro Aktie. Die sogenannte Dividendenrendite ist aufgrund der 0%-Zinsphase mittlerweile häufig höher als bei Tages- und Festgeld.

Nachteile von Aktien

Neben Kurssteigerungen sind natürlich auch Kursverluste möglich. Im extremsten Fall verliert die Aktie so stark an Wert, dass nahezu das gesamte eingesetzte Vermögen weg ist. Dieser Fall tritt jedoch sehr selten auf.

Der Anleger muss sich im Klaren sein und vor allem akzeptieren, dass der Aktienkurs Schwankungen unterliegen wird. Wer bei einem Blick auf die Tagesperformance in der darauffolgenden Nacht nur unruhig schlafen kann, weil der Kurs um 1,5% gesunken ist, sollte sich nochmals überlegen, ob Aktien das richtige Investment für ihn sind.

Kosten für den Aktienhandel: Diese Gebühren fallen an

Um Aktien eines Unternehmens zu kaufen, benötigt der zukünftige Anleger ein Depot bei einer Bank. Unweigerlich stellt sich damit die Frage nach der Wahl der besten Bank, unter anderem da diese pro Auftrag eine bestimmte Gebühr verlangt. In diesem Zuammenhang empfehle ich, einen Blick auf die Onvista zu werfen, vor allem auf das sogenannte FreeBuy-Modell, dank dessen Sie keine Ordergebühren bezahlen müssen.

Neben den Ordergebühren fallen auch noch Handelsplatzgebühren an. Was diesen Aspekt betrifft, geben Sie Ihre Orders über den Direkthandel in Auftrag. Ich habe ausnahmslos die Erfahrung gemacht, dass die Kosten dort am geringsten ausfallen. Daneben gilt es noch einiges mehr zu beachten, etwa die verschiedenen möglichen Ordertypen: Wollen Sie die Aktie im wahrsten Sinne des Wortes um jeden Preis kaufen oder zur Sicherheit ein oberes Preislimit angeben?

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