Amtliches Kilometergeld in Österreich – KM-Geld berechnen

Alles um das KM-Geld in Österreich: Wie hoch ist das Kilometergeld? Wer bekommt es wann ausbezahlt? Wie fülle ich meinen Antrag aus? Diese und viele weitere Fragen zum amtlichen Kilometergeld werden in diesem Ratgeber beantwortet.

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Kilometergeld - Quelle: bigstock.at, ID: 80706485

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Kilometergeld-Rechner

Mit diesem Rechner kannst du das Kilometergeld online berechnen:

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KM Geld in Österreich – Was Sie wissen müssen!

Geschäfts- oder Dienstreisen können nicht nur aufgrund des Berufsverkehrs zu einer Belastung werden – die gefahrenen Kilometer gehen auch entsprechend ins Geld. Wer lange Wege bis zu einem Kunden oder wichtigen Termin zurückzulegen hat, spürt die hierfür notwendigen Ausgaben auch in seiner Brieftasche. Doch lässt der Staat den Beamten, Angestellten oder Selbstständigen mit dieser Bürde nicht allein. Wer sein privates KFZ nutzt, der kann Kilometergeld beantragen. Dieses wird für alle Dienstfahrten mit dem eigenen Fahrzeug gewährt. Selbstverständlich müssen hierfür aber bestimmte Konditionen erfüllt sein.

Die Abrechnungsgrundlage

Kilometergeld - Quelle: bigstock.at, ID: 80706485
Kilometergeld – Quelle: bigstock.at, ID: 80706485

Das amtliche Kilometergeld in Österreich wird pauschal abgerechnet und richtet sich demnach nach der Anzahl der gefahrenen Kilometer. Doch ist nicht nur die zurückgelegte Wegstrecke von Bedeutung, auch die Art des genutzten Fahrzeuges wird in dieser Berechnung mit berücksichtigt. So wird für alle Typen von PKW ein Satz von 0,42 Cent pro gefahrenem Kilometer angerechnet. Wer hier noch einen Beifahrer befördert, kann zusätzlich noch einmal 0,05 Cent erhalten. Dies gilt im Übrigen für jeden weiteren Passagier an Bord.

Auch für Motorräder existiert eine gesonderte Abrechnung. Hier können je Kilometer 0,24 Cent geltend gemacht werden. Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist oder gar zu Fuß seine Dienstreise antreten muss, kann bis zu 0,38 Cent erhalten, vorausgesetzt der Weg ist länger als 2 Kilometer. Dabei entfällt bei dieser Variante der Anspruch auf einen höheren Satz, wenn das amtliche KM Geld einmal beantragt wurde. Lediglich der Steuerausgleich kann noch genutzt werden, sofern entstandene Mehrkosten nachgewiesen werden. Um sich den Betrag vom Finanzamt zurückzuholen, haben wir einen Tipp für Sie:

Tipp: Falls der Arbeitgeber die angefallene Höhe der gefahrenen Kilometer nicht vollständig anerkennt oder die Summe des Kilometergeldes nicht in voller Höhe auszahlt, kann der Differenzbetrag bei der Arbeitnehmerveranlagung (Lohnsteuerauslgeich) gelten gemacht werden. So kann man sich die Differenz des Geldes vom Finanzamt auszahlen lassen.

Informationen zum Lohnsteuerausgleich (Arbeitnehmerveranlagung) in Österreich finden Sie hier!

Kilometergeld-Rechner – Höhe online berechnen

Mit dem Online-Rechner kann die Höhe des KM-Geldes errechnet werden.

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KM-Geld auf Antrag

Das Kilometergeld wird dabei auf Antrag gewährt, wobei in erster Linie der Arbeitgeber oder Dienstherr die Auszahlung der Beträge vornimmt. Selbstständige und Auszubildende hingegen, müssen einen gesonderten Antrag einreichen. Die entsprechenden Vordrucke können hierfür bei der zuständigen Behörde abgeholt oder im Internet bezogen werden. Das Bundesministerium für Finanzen stellt hierzu einen umfangreichen Satz an Dokumenten bereit, die auch auf der Website der Behörde eingesehen werden können.

Steuern oder nicht?

Eine häufig gestellte Frage ist dabei, ob das KM Geld steuerfrei ausgezahlt wird. Solange der Betrag die amtliche Höchstgrenze nicht übersteigt, sind alle Summen von der Steuer befreit. Entscheidet sich der Arbeitgeber allerdings dafür, einen höheren Geldbetrag anzusetzen, so muss die Differenz beim Finanzamt angegeben werden. Sollten also statt der festgesetzten 0,42 Cent vom Arbeitgeber 0,55 Cent gezahlt werden, müssen auf einen Betrag von 0,13 Cent Steuern entrichtet werden.

Doch ganz so strickt, wie es klingen mag, ist die Regelung dann doch nicht. Der pauschale Höchstbetrag ist nach der Reisegebührenvorschrift festgeschrieben und für alle Beamten und Bundesdienststellen bindend. Somit kann hier kann hier der Freibetrag nicht überschritten werden. In der Privatwirtschaft gilt das Gesetz allerdings nur als eine Richtlinie, die durch entsprechende Verträge gebrochen werden kann. Wer also mit seinem Arbeitgeber einen höheres Kilometergeld vereinbart, der muss die Differenz versteuern lassen, da diese als zusätzliches Einkommen gewertet wird. Allerdings können auf der Reise entstandene Schäden, durch den erhöhten Betrag abgegolten werden, sodass hier wieder die Steuerfreiheit greift.

Kriterien für das Kilometergeld

Damit das Kilometergeld steuerfrei ausgezahlt werden kann, muss der Arbeitnehmer enge Richtlinien einhalten. So muss es sich nachweislich um eine Dienstreise handeln. Zudem ist das führen eines Fahrtenbuches Pflicht und es muss der Nachweis erbracht werden, dass alle Kosten für das Fahrzeug aus eigener Tasche finanziert werden. Zudem sollten auch entsprechende Tankrechnungen aufbewahrt werden, die dann vom Vorgesetzten oder Arbeitgeber gegengezeichnet werden. Für alle Selbstständigen ist daher ein umfangreich geführtes Fahrtenbuch die erste Pflicht. Im Übrigen bleibt das Kilometergeld nur bis zu einer Grenze von 30.000 Euro im Jahr steuerfrei. Alle darüberliegenden Beträge müssen wiederum den Fiskus gemeldet werden.

Diese Kosten deckt das Kilometergeld ab

Durch die Zahlung des entsprechenden Betrages wird sowohl der Wertverlust des Fahrzeuges als auch die Abschreibung gedeckt. Auch alle Benzinkosten sowie Wartungen und Reparaturen und auch der anstehende Ölwechsel sind mit dem gezahlten Kilometergeld vergolten. Weitere Kosten die darin enthalten sind:

  • Steuern
  • Gebühren
  • Autoradiokosten
  • Versicherungen
  • Mitgliedsbeiträge für Autofahrerclubs
  • Leasing- und Kreditraten
  • Park- und Mautgebühren
  • Anschaffung von Winterreifen

Die Liste kann nicht als vollständig bezeichnet werden, denn im entsprechenden Fall können auch weitere außerordentliche Aufwendungen übernommen werden. Etwa wenn durch eine Panne eine Übernachtung in einem Hotel unumgänglich ist. Diese werden, auch wenn die Gesamtsumme den Pauschalbetrag übersteigen sollte, nicht als steuerpflichtige Einnahmen betrachtet, sofern der Arbeitnehmer nachweisen kann, dass die Mehrzahlung durch einen unvorhersehbaren Umstand entstanden ist.

Sonderfälle beachten

Allerdings gibt es auch Sonderfälle, in denen Ausnahmeregelungen gelten. Sollte zum Beispiel ein Beamter oder Angestellter versetzt werden, so zählt bei einer dauerhaften Versetzung der neue Weg zur Arbeit. Da hier eine direkte Dienstreise nicht angenommen wird, bleibt dem Arbeitnehmer nur das vertraglich zugesicherte Kilometergeld. Ein amtliches Kilometergeld kann hier nicht in Anspruch genommen werden. Sollte die Versetzung nur vorübergehend sein, so wird bis zum Ende des ersten Monats noch das amtliche Kilometergeld gezahlt. Dies entfällt, wenn die Versetzung auch nach dem Ende des besagten Zeitraums nicht zurückgenommen wird. Ein Anspruch auf eine nachträgliche Zahlung des Kilometergeldes besteht hier auch dann nicht, wenn dem Arbeitnehmer weitere Kosten entstehen.

Ausnahmen: Minijob und Student

Wer sich derzeit in einem Minijob-Verhältnis befindet, kann allerdings zu keiner Zeit auf das Kilometergeld zurückgreifen. Da hier der Arbeitslohn in der Steuererklärung nicht aufgeführt werden muss, kann keine Pauschalversteuerung erfolgen. Somit wird in diesem Fall kein Geld gewährt, denn der Arbeitnehmer kann alle Fahrten als Werbungskosten absetzen.

Auch Studenten können nicht direkt vom Kilometergeld profitieren. Hier erfolgt die Absetzung auf dem Umweg über die Pendlerpauschale. Allerdings wird dabei auch jeder Tag an Uni mit voller Kilometerzahl anerkannt. Hier ist es dann irrelevant, ob der Student sein eigenes Fahrzeug, das Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel benutzt.

Weitere Informationen zum amtlichen Kilometergeld in Österreich findet man unter:

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  1. Ich wusste zwar vorher, dass ein Kilometer 42 Cent „wert ist“, aber mit dem Rechner geht es einfach schneller. Und die Tipps waren sehr hilfreich. Vor allem, weil ich später im Außendienst arbeiten will, sollte ich das unbedingt wissen. Sehr gute Infos, danke!

    LG Peter

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