Pendlerpauschale & Pendlereuro in Österreich – Pendlerrechner 2017

Die Pendlerpauschale steht allen österreichischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu, deren Weg vom Wohnsitz bis zur Arbeitsstätte einige spezifische Kriterien erfüllt. Neben der Wegstrecke zählt hierzu unter anderem auch die Unzumutbarkeit diese mit einem öffentlichen Verkehrsmittel zurückzulegen.

In Österreich haben Arbeitnehmer schon seit vielen Jahren den Anspruch auf eine Pendlerpauschale. Dabei wird unter Berücksichtigung bestimmter Kriterien zwischen der „kleinen Pendlerpauschale“ und der „großen Pendlerpauschale“ unterschieden. Diese Bestimmungen gelten übrigens auch für die sogenannten Grenzgänger, die ihre Tätigkeit in den Nachbarländern Deutschland, Italien und Liechtenstein ausüben.

Pendlerrechner

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Anzahl der Kilometer
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Die Pendlerpauschale in Österreich berechnen und beantragen

Die Pendlerpauschale steht allen österreichischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu, deren Weg vom Wohnsitz bis zur Arbeitsstätte einige spezifische Kriterien erfüllt. Neben der Wegstrecke zählt hierzu unter anderem auch die Unzumutbarkeit diese mit einem öffentlichen Verkehrsmittel zurückzulegen.

Dabei gilt grundsätzlich: Die Arbeitnehmer sollten den Weg zwischen Wohnsitz und Arbeitsstätte an mindestens 11 Tagen eines Monats zurückgelegt haben. Denn nur dann kann der vollwertige Bezug der Pendlerpauschale in Anspruch genommen werden.

Pendler können in Österreich ihre Pauschale auch beim Finanzamt beantragen und sich das Geld beim Steuerausgleich zurück holen.

Die kleine Pendlerpauschale – Berechnung

Die jeweils unterschiedlichen Stufen beinhalten monatliche und jährliche Beiträge zur Berechnung.

  • Bei mindestens 20 km bis 40 km – 058 € pro Monat – Jahresbeitrag: …696 €.
  • Bei mehr als 40 km bis 60 km – 113 € pro Monat – Jahresbeitrag: 1.356 €.
  • Bei mehr als 60 km – 168 € pro Monat – Jahresbeitrag: 2.016 €.
EntfernungBetrag pro MonatJahresbetrag
bei mind. 20 km bis 40 km58,00 Euro696,00 Euro
bei mehr als 40 km bis 60 km113,00 Euro1.356,00 Euro
bei mehr als 60 km168,00 Euro2.016,00 Euro

Die große Pendlerpauschale – Berechnung

Die große Pendlerpauschale steht ausschließlich den Arbeitnehmern zu, für die eine Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln eine Unzumutbarkeit darstellt. Auch hier liegen im Rahmen der Berechnung monatliche und jährliche Beiträge zugrunde.

  • Bei mindestens 2 km bis 20 km – 31 € pro Monat – 372,00 € Jahresbeitrag.
  • Bei mehr als 20 km bis 40 km – 123 € pro Monat – 1.476,00 € Jahresbeitrag.
  • Bei mehr als 40 km bis 60 km – 214 € pro Monat – 2.568,00 € Jahresbeitrag.
  • Bei mehr als 60 km – 306 € pro Monat – 3.672,00 € Jahresbeitrag.
EntfernungBetrag pro MonatJahresbetrag
bei mind. 2 km bis 20 km31,00 Euro372,00 Euro
bei mehr als 20 km bis 40 km123,00 Euro1.476,00 Euro
bei mehr als 40 km bis 60 km214,00 Euro2.568,00 Euro
bei mehr als 60 km306,00 Euro3.672,00 Euro

Online-Rechner

Pendler in Österreich mit Pendlerpauschale
Pendler – Quelle: bigstock.at, ID: 108297272

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Sie können zur Berechnung der Pendlerpauschale auch den Pendlerrechner des Finanzamtes / Finanzministeriums nutzen: bmf.gv.at

Auch Grenzgänger können die Pendlerpauschale in Anspruch nehmen

Auch die sogenannten Grenzgänger – die in Deutschland, Italien oder Liechtenstein arbeiten – haben einen Anspruch auf die Pendlerpauschale. Hierbei ist lediglich maßgebend, dass sich sowohl der Hauptwohnsitz als auch die Arbeitsstätte in Grenznähe befinden. Als Beispiel zur Grenznähe gilt hierbei: In Deutschland wird eine Entfernung von 30 km Luftlinie bis zur österreichischen Grenze als grenznah bezeichnet.

Darüber hinaus wird als grenznah bezeichnet, wenn der Arbeitsort unter bestimmten Voraussetzungen täglich angefahren werden kann.

Für die in Deutschland und Italien beschäftigten österreichischen Arbeitnehmer liegt hierbei ausschließlich das österreichische Besteuerungsrecht zugrunde. Dagegen steht dem Fürstentum Liechtenstein eigentlich ein gesetzlich verankertes Quellenbesteuerungsrecht zu.

Dieses wird in Österreich allerdings im Rahmen einer Anrechnung der einbehaltenen Quellensteuer verhindert. In diesem Sinne werden die österreichischen Staatsbürger, die bei einem Arbeitgeber in Liechtenstein beschäftigt sind, hervorragend vor einer etwaigen Doppelbesteuerung geschützt.

Pendlereuro

Der Pendlereuro wird berechnet indem man die Anzahl der zu fahrenden Kilometer zwischen Wohnsitz und Arbeitsstätte mit dem Faktor 2 multipliziert. Beispiel: Ein Arbeitnehmer legt auf dem Weg ins Büro 32 Kilometer zurück. Damit beträgt der Pendlereuro 64 €.

Dieser wird jährlich bemessen und danach direkt von der zu zahlenden Steuer abgezogen.

Der Antrag für die Pendlerpauschale

Den Antrag für die Pendlerpauschale kann die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer auf direktem Wege beim Arbeitgeber beantragen. Alternativ hierzu besteht auch die Möglichkeit, den Anspruch im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung geltend zu machen. Weitere Auskünfte rund um die Pendlerpauschale können sicherlich bei dem jeweiligen Arbeitgeber vor Ort eingeholt werden. Man kann die Pauschale auch beim Lohnsteuerausgleich (Arbeitnehmerveranlagung) selbst beim Finanzamt beantragen.

Die Steuerersparnisse

Wer die kleine oder große Pendlerpauschale erhält profitiert grundsätzlich durch die Verminderung der maßgebenden Lohnsteuerbemessungsgrundlage. Aus diesem Grund ist dann auch eine Neuberechnung der Lohnsteuer notwendig, bei der die Steuerersparnis des entsprechenden Grenzsteuersatzes zugrunde gelegt wird.

Mit dem Beginn des Jahres 2016 trat in Österreich eine Steuerreform in Kraft. Aus diesem Grund erhalten Arbeitnehmer, die einen Antrag für die Pendlerpauschale stellten, eine erheblich größere Steuergutschrift. Die damt verbundene Erhöhung kann bis zu 500 € im Jahr betragen. Im Rahmen der Steuerreform werden allerdings nur die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in steuerpflichtigen Arbeitsverhältnissen berücksichtigt.

Der maximal zu berechnende Erstattungsbeitrag aus dem Vorjahr (oder den Vorjahren) wird dabei von 400,00 € auf 450,00 € angehoben. Zudem wird der durch die Pendleerpauschale ersparte Betrag bei den SV-Beträgen des Pendlers vermerkt. Österreichische Kleinverdiener können von der Pendlerpauschale nicht profitieren.

Die Pendlerpauschale in Österreich – Wissenswerte Fakten

Die Pendlerpauschale wurde in Österreich bereits im Jahr 1970 eingeführt und im Lauf der Jahre mehrfach reformiert. In den Anfangsjahren profitierten überwiegend Bauarbeiter aus der Steiermark und dem Burgenland von den per Gesetz erlassenen Vergünstigungen. Allerdings zeichnen sich in jüngster Zeit einige bemerkenswerte Veränderungen ab.

Nachdem die Pauschale in früheren Jahren größtenteils nur von finanziell benachteiligten Arbeitnehmern genutzt wurde, profitieren in der heutigen Zeit auch immer mehr Arbeitnehmer aus der Mittelschicht von dieser Vergünstigung. Diese Wandlung wurde bereits im Jahr 2013 im Rahmen einer Statistik deutlich sichtbar. Denn aus ihr ging hervor, dass bis dahin mehr als 2,1 Millionen österreichische Arbeitnehmer die zur Steuervergünstigung beitragende Pendlerpauschale in Anspruch nehmen. Aufgrund dieser Bemessung lässt sich hierbei durchaus eine tendenzielle Steigerung erahnen.

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Weitere Informationen finden Sie unter help.gv.at.



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